Die CeBIT-Bilanz von Messechef Raue und vielen Ausstellern fällt dann trotz all dem Gemecker im Vorfeld positiv aus. Dies zeigt der sehr schön mit Zitaten gespickte
Bericht der Computerwoche. Es gab sogar Besucherzuwächse - und das nicht nur bei den Consumern, sondern in absoluten Zahlen auch beim Fachpublikum. Das ist ein schöner Erfolg für die große IT-Leitmesse. Immer wichtiger werden neben den tatsächlichen Messeneuheiten natürlich die persönlichen Kontakte, das Networking und der Austausch in Gesprächen. Nach wie vor wird die CeBIT übrigens von Journalisten auch als Informationsplattform geschätzt. Meiner Meinung nach liefen noch nie so viele Menschen mit Presse-Badge über die Messe wie in diesem Jahr! Und auch die Zahl der Journalistentermine, die unsere Agentur in diesem Jahr hatte, war mehr als beachtlich (auch Samstags...!)!
Was bleibt, ist vor allem der Blick ins nächste Jahr. Dann soll die Messe von Dienstag bis Sonntag veranstaltet werden. Viele fürchten dann schon das Wochenende, an dem mit Sicherheit in den vom Business geprägten Hallen eher der Totentanz herrschen wird. Daher: Fachbesucher, die im kommenden Jahr das Wochenende für den Messebesuch einplanen, sollten feste Termine vereinbaren, um an den Ständen qualifizierte Ansprechpartner vorzufinden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass messemüde Aussteller nur noch eine Notbesetzung vorhalten, um die letzten "Beutelratten" abzuwimmeln. So wie bisher schon mittwochs in den letzten Messestunden mit dem Standabbau begonnen wurde, wird dies ab kommendem Jahr gerade in den B2B-Hallen eventuell schon zwei Tage vor Messeschluss eingeläutet werden. Schon immer war am Wochenende nur eine verringerte Standbesetzung an den meisten Ständen, und die klickte dann in diesem Jahr eher lustlos auf YouTube-Filmchen, wenn die Gänge leer waren. Zumindest ist für die Aussteller im Business-to-Business eine "Firewall" nötig, die die teils aggressiv nach Werbemitteln verlangenden Jugendlichen abweist.
Hier hatte ich in diesem Jahr ein Erlebnis der besonderen Art, als fünf Halbwüchsige von einem Aussteller an einem eigentlich unscheinbaren Demopoint verlangte, dass er die paar Boxen, die nach Werbegeschenken aussahen, herausrücken sollte! Erst nachdem er mehrfach "Nein" gesagt (eigentlich eher gebrüllt...!) hatte, zogen sie murrend von dannen.