Ich bin von der CeBIT zurück und noch ganz „aufgeladen“ von den vielfältigen Eindrücken. Allen Unkenrufen (auch von mir) zum Trotz muss ich sagen, dass die Neuordnung der Hallen offensichtlich ein Gewinn für die Messe und für die Orientierung der Besucher ist. Die Schließung der Halle 1 wird von den Ausstellern kaum noch bedauert, wenn man
Berichten wie diesem glauben darf. Allerdings nennt dieser Artikel ja nur die großen Anbieter wie IBM und Datev. Deren Stände hatten ohne Zweifel gewonnen, allein durch das Tageslicht in der Halle und eine offenere Gestaltung. Perfekt auch das Einbeziehen der Galerie in Halle 2. Schaut man sich die DMS-/ECM-Anbieter an, die sich im vergangenen Jahr noch im hinteren Eck der Halle 1 versammelten und dort insgesamt sehr viele Interessenten angezogen hatten, sieht das Bild allerdings etwas anders aus. Dokumentenmanagement findet nun vornehmlich in Halle 3 statt, aber ohne eine ganze Reihe von Ausstellern. Manche hatten sich vielleicht verkalkuliert beim Poker mit der Messegesellschaft, manche von vornherein auf andere, häufig eigene Veranstaltungen gesetzt. Zumindest wirkten die Reihen lichter, und wesentliche Anbieter, aber auch zahlreiche kleinere, waren nicht dabei. Der VOI dominierte das Bild mit seinem Gemeinschaftsstand, seinem Forum mit zahlreichen Vorträgen und dem (zum wievielten Mal eigentlich vorgestellten?) Beispiel des Digitalen Posteingangs, dem „Showcase“. Man darf gespannt sein, wer von den abtrünnigen Herstellern im kommenden Jahr vielleicht schon wieder dabei ist. Der Mut zur Lücke wurde für die Anbieter, die in diesem Jahr am Mittelgang vertreten waren, nach meinen Beobachtungen jedenfalls mit viel Zuspruch durch Besucher belohnt.