Montag, 23. Mai 2005
Koffer schleppen im Outsourcing-Verfahren
Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr - wenn nur das lästige Kofferschleppen und -auspacken nicht wäre.
Aber diese Tätigkeiten, die eigentlich nicht zum "Kerngeschäft" des Urlaubs (darunter zähle ich ausschließlich die Entspannung) gehört, lassen sich nun auch komfortabel "outsourcen":
Ein britischer Veranstalter arrangiert den Koffertransport und auf Wunsch auch das Auspacken im Hotel. So kann der Urlauber heute völlig entspannt sein Haus verlassen, in den Flieger steigen, im Hotel einchecken und im Zimmer schnell die Badesachen aus dem Schrank nehmen. Diesen Service gibt's bei "First Luggage". Allerdings ist der Spaß nicht billig: Ein Koffer reist für 340 Euro in die USA und zurück und wer sein Snowboard in Jamaica dabeihaben will, zahlt 490 Euro.
Morgen startet mein Urlaub. Für den Vorabend-Check-in habe ich gerade die Koffer persönlich an den Flughafen gefahren. Irgendwie traue ich diesem Outsourcing doch nicht so recht. Zumal die Kosten doch für Normalsterbliche recht hoch sind...
Freitag, 20. Mai 2005
Führt das Wochenende zur gewünschten Erholung?
Der Großteil der Arbeitnehmer kommt aus dem Wochenende nicht entspannt zurück. Zu sehr lasten Verpflichtungen auf ihren Schultern. Zeit für das wesentliche Entspannen gibt es nach einer nun veröffentlichten Studie des „American Demographics AdAge“ unter den unter-50-jährigen kaum. Erst die reiferen Semester scheinen das Wochenende in vollen Zügen zu genießen und starten entspannt die neue Woche. mehr...
Müssen die Wochenenden – zu unserem Wohle  – nun verkürzt werden? Soll der Arbeits(Mon)tag erst gegen 11:00 Uhr beginnen, damit wir nicht entspannte Arbeitnehmer zuerst einmal Energie tanken können? Eine weiterer Ausweg aus der Misere wäre, dass wir uns durch über 50-Jährige „wegrationalisieren“ lassen.
Na ja, Spaß beiseite: Sicher ist der einzige Erfolg doch, dass wir einen Job haben, mit dem wir uns identifizieren und der uns Spaß macht. Also: Ein schönes erholsames  Wochenende wünscht Euch/ Ihnen, Markus Walter
Mittwoch, 18. Mai 2005
Eindeutschung von Filmtiteln zunehmend passé
Die Übersetzung englischer Filmtitel ins Deutsche hat mit Blick auf die Werbewirkung oft zu seltsamen Eindeutschungen geführt. Immer öfter wird aber auch gänzlich auf die deutsche Sprache im Titel verzichtet, wie Christoph Schubert (Bild), Anglizist an der Universität Würzburg in einer Studie auch empirisch nachgewiesen hat. Dies sei als Zeichen der Globalisierung und der Vorrangstellung der Weltsprache Englisch, auch in der Werbung, zu sehen. Wird doch übersetzt, kommen mitunter sprachliche Mittel zum Einsatz, die völlig andere Akzente setzen als das Original. mehr...
Letzteres stimmt wohl genau dann, wenn etwas wörtlich übersetzt wird. Ich möchte noch einmal das viel zitierte Beispiel aus der Werbung anführen: „Come in and find out“. Diesen Slogan von Douglas übersetzten nach einer Studie 66% mit “Komm herein und finde wieder heraus“. Na klasse, gell! Diese Art Beispiele lassen sich endlos fortsetzen – siehe Studie. Douglas hat zwischenzeitlich einen neuen Slogan „Douglas macht das Leben schöner“ – vernünftig!
Wie immer in der Kommunikation ist Kreativität gefragt – so auch bei Filmtiteln und in der Werbung. Mein Tipp: Seit nicht faul, lasst eure Hirnwindungen arbeiten und der Erfolg ist euer. Denn durch eine klare und direkte Ansprache werden auch Emotionen beim potentiellen Kunden geweckt. Also in diesem Sinne: „miserliness is cool“
Freitag, 13. Mai 2005
Thema beim PR-Club Hamburg: PR wirkt gegen Insolvenz
Am Donnerstag, 12. Mai 2005 um 19.30 Uhr referierte die Bestsellerautorin Anne Koark beim PR-Club Hamburg. Das Thema war für viele brandheiß: PR im Fall der Insolvenz. Veranstaltungsort war diesmal das Cinemaxx am Dammtor.
Anne Koark, gebürtige Britin, hat Mitte 2003 selbst den Untergang ihres Unternehmens "Trust in Business" erfahren müssen. Aus eigener Kraft bewältigte sie die Krise jedoch indem sie - ganz entgegen deutschen Gewohnheiten - offensiv mit der Insolvenz umging.
Mit ihrem Buch "Insolvent und trotzdem erfolgreich" und unzähligen Medienauftritten schaffte Anne Koark in Deutschland eine Öffentlichkeit für das Tabu-Thema Insolvenz. Auf diese ungewöhnliche Weise hat sie ihren Konkurs nicht nur überstanden, sondern ist sogar daran gewachsen. Indem sie die Bedeutung der Medien erkannte, wandte sich für sie das Blatt. Anne Koark resümiert: "Wenn ich gewusst hätte, was mit PR zu erreichen ist, dann würde mein Unternehmen bestimmt heute noch existieren. Ich habe damals zu spät und zu wenig PR gemacht." Sie sei trotz ihrer Pleite eine engagierte Vollblut-Unternehmerin geblieben, lautete die Begründung, als sie im März 2005 zur Oskarin des Mittelstandes nominiert wurde.
Ihr Buch schaffte es in die Wirtschaftsbestsellerliste des Manager Magazin und ist mittlerweile deutschlandweit die meistverkaufte Wirtschaftsbiographie. In tagebuchähnlicher Form gab die junge Unternehmerin der Insolvenz ein Gesicht und zeigte, was sich während des wirtschaftlichen Untergangs auf menschlicher Seite abspielt. Anne Koark lernte aus ihren Erfahrungen und wusste sie für ihr berufliches Weiterkommen zu nutzen. Heute ist sie als Pressesprecherin von Kind und Beruf e.V. aktiv und gründete die Initiative "B.I.G. - Bleib im Geschäft".
Der PR Club Hamburg veranstaltete diesen Vortrag in Kooperation mit dem BVMW, dem Bund der Selbständigen, dem Verband Druck und Medien Nord e.V., den Business and Professional Women Hamburg, der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger in Hamburg Mitte und Hamburg New Media.
Donnerstag, 12. Mai 2005
Handys machen doch nicht krank
Über die möglichen Risiken von Mobiltelefonen oder Sendeanlagen kursieren unterschiedliche Meinungen. Gestern gab ein internationales Expertenteam nach knapp dreijähriger Forschungsarbeit bekannt, dass sich der bestehende Verdacht auf mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen des Mobilfunks nicht erhärtet hat. mehr...
Nach Aussagen von Radio FFH hat T-Online diese Studie in Auftrag gegeben.
Sollten wir die Studie nun in Frage stellen und wir unsere Handys nicht mehr benutzen? Auf den „Luxus“ Handy wird sicher keiner mehr verzichten wollen. Aber so einige handyfreie Tage im Jahr kann sicher jeder gebrauchen. Seitdem ich meinen ständigen Begleiter öfter mal abschalte, erledigen sich viele Dinge „ganz von alleine“. Meine Erfahrung ist, dass die wirklich wichtige Dinge immer wiederkommen! Und ganz nebenbei schone ich so mein zentrales Nervensystem vor etwaigen „Strahlungen“ und arbeite kreativ...
Mittwoch, 11. Mai 2005
Yahoo! feuert musikalische Breitseite
Der kalifornische Portalriese Yahoo! steigt heute nach längerer Vorbereitungszeit mit voller Kraft in den Markt für legale Musik-Downloads ein. Er startet einen Test von "Yahoo! Music Unlimited", das mit Kampfpreisen die schon etablierte Konkurrenz attackiert. mehr...
Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Jedoch kodiert Yahoo! seine Musik mit 192 kbps im Format Windows Media Audio (WMA) und verwendet auch das Digitale Rechte-Management (DRM). So können Besitzer des populären iPod-Players von Apple den Service nicht nutzen. Bleibt abzuwarten, mit welchen PR-Maßnahmen Yahoo! in der nächsten Zeit aufwarten wird, um so ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Der iPod-Player ist mittlerweile Kult und genießt (trotz des Preises) ein absolut positives Image im Markt.
Montag, 9. Mai 2005
Weniger ist mehr
Manchmal erhält man mehr Aufmerksamkeit für das, was man nicht tut, als für das, was man tut. Wie aktuelle Presseberichte zeigen, wird diese Erkenntnis durchaus strategisch eingesetzt. So ist es zum Beispiel im Falle von Michelin: Nach dem Formel-1-Fiasko für Michael Schumacher vom vergangenen Wochenende fordern viele einen Wechsel des Reifenherstellers, denn Ferrari und Bridgestone sind gemeinsam derzeit nur wenig erfolgreich. Wie auf der Webseite von Focus berichtet wird, habe „Michelin etwa gar kein Interesse an Ferrari. Denn der Werbe-Efekt sei viel größer, wenn sie Ferrari und Bridgestone schlagen könnten.“ mehr...
Ähnlich argumentiert auch Party-König Michael Ammer, wenn auch zu einem völlig anderen Thema. Laut „BILD“ habe er einmal Britney Spears von einer Party geworfen, „weil es mehr PR bringt, sie rauszuwerfen, als sie abzufüllen“. mehr...
Vermutlich gibt der Erfolg den „Verweigerern“ Recht. Weniger ist manchmal mehr. Und preiswerter ist es auch.
Freitag, 6. Mai 2005
Unabhängigkeit der Presse derzeit nicht gefährdet
Die schlechte wirtschaftliche Lage vieler Zeitungen und Zeitschriften hat die Unabhängigkeit der Presse nach Meinung deutscher Blattmacher bislang kaum beeinträchtigt. Das geht aus einer Umfrage des 'Stern' und des Verlags Gruner + Jahr bei rund 80 Chefredakteuren hervor. So sagen drei Viertel der Teilnehmer, die Aussage 'Thematisch heiße Eisen werden gar nicht erst angepackt' sei unzutreffend. Auch die Einschätzung, viele Redaktionen formulierten aus Furcht vor wirtschaftlichen Konsequenzen vorsichtiger, teilt die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) nicht. Allerdings bestätigten 90 Prozent der beteiligten Chefredakteure, dass es in den meisten Redaktionen Personalkürzungen und eine zunehmende Arbeitsbelastung gebe. mehr...
Sehr gut, dass sich die Redakteure bei den Zeitungen und Zeitschriften nicht unter Druck setzen lassen. Bei kleineren Verlagen sieht es da schon anders aus. Unternehmen, die regelmäßig Anzeigen schalten, werden oft bevorzugt erwähnt. Auch wird man auf so genannte „Mediakonzepte“ – dahinter verbirgt sich ein redaktioneller Beitrag, wenn eine Anzeige geschaltet wird – sowie Promo-Seiten, Druckkostenbeiträge etc. angesprochen. Leider kann es sich nicht jede Redaktion erlauben, keinen Blick auf den Anzeigentisch zu werfen.
Mittwoch, 4. Mai 2005
Win a "Dream Date" with Carmen Electra
Noch drei Tage können interessierte junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren sich ein Date mit Carmen Electra bei ebay ersteigern. mehr...
Die Auktion ist Teil einer Werbeaktion von Gillette, denn das Unternehmen will die Popularität von "Tag-Bodyspray", dem neuesten Produkt, erhöhen. Laut dem Branchenportal Adage weist Tag äußerlich eine starke Ähnlichkeit zu Unilevers Axe auf. Nun soll auch der Erfolg des Gillette-Produktes an den von Axe angeglichen werden.
68 Gebote wurden bisher abgegeben. Dem derzeit Höchstbietenden keem_22 scheinen 17.300 $ angemessen für ein Restaurantbesuch mit dem ehemaligen 33-Jährigen Baywatchstar. Nun denn, bleibt zu hoffen, dass der „Gewinner“ auch auf seine Kosten kommt.
Die Einnahmen aus der Versteigerung sollen vollständig der Nationalen Prostata-Krebs-Organisation in den USA gestiftet werden. Neben einer enormen Aufmerksamkeit in den Medien bedeutet das auch noch ein positives Image für die Marke. --> Perfekte Idee!
Dienstag, 3. Mai 2005
Wieder Viren- und Phishing-Attacken im Umlauf
Was haben Fußball und das eigene Bankkonto gemeinsam? Offenbar die Tatsache, dass manche Menschen jede Vorsicht vergessen, wenn es um eines der beiden Dinge geht. Derzeit grassieren wieder verstärkt Viren- und Phishing-E-Mails. Ich selbst hatte heute zwei Mails von verschiedenen "Banken" (bei denen ich ohnehin kein Konto habe), die mich nach Passwörtern gefragt haben. Und zahllose Fußballfans sollen mit einer Mail gelockt werden, nach der dem Empfänger Eintrittskarten für die WM zugeteilt wurden. Beim Öffnen des Anhangs wird eine Variante des "Sober"-Virus aktiviert, der sich dann automatisiert selbst als Massenmailing weiterverschickt. Der Erfolg der Virenverbreitung ist bekanntlich die menschliche Neugier. Seitdem ich 1997 den ersten (und bis heute einzigen) Virus auf meinem Notebook hatte – nachweislich hatte ich den von einem Kunden zugestellt bekommen  – werden Mails mit mir unbekannten Absender direkt gelöscht und ggf. als Spam gekennzeichnet. Neben einer Antivirensoftware sollte doch die oberste Priorität in jedem Unternehmen sein, dass Anhänge mit der Endung ZIP, EXE, PIF grundsätzlich nie geöffnet werden. Aber wie gedankenlos können Menschen sein, die weder die Virenwarnungen der zahlreichen Newsletter wahrnehmen noch die Gefahr in Mails unbekannter Absender ahnen. Meine Frau bekam vor fünf Jahren eine Mail von einem Kunden mit dem Betreff "I love you". Die Mail hat meine Frau damals nicht geöffnet! – Mich hätte schon mal interessiert, was er ihr mitteilen wollte...
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K O M M E N T A R E
Übrigens: Auch jdk.de hat jetzt ein ...
Lieben Dank nach Wiesbaden...
das ReadSoft-Team
Unglaublich! Und das als PR-Fachmann. Mitlerweile ...
Wie versprochen, hier die Stellungnahme von Herrn ...
Na ja, in der E-Mail - die er von meiner Frau ...