Donnerstag, 28. Juli 2005
Verwirrspiel
„Aus für ‚Dealers Only’“ titelt die Computer Reseller News in der aktuellen Ausgabe 30 vom 28. Juli. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Gemeint ist nämlich der Fachhändlerbereich der Systems, den es in diesem Jahr auf der Münchener IT-Messe nicht mehr geben wird. Das Konkurrenzblatt der Computer Reseller News, die Fachzeitschrift „Dealers Only“ aus dem Hause up2media, erfreut sich meiner Information nach „bester Gesundheit“.
Mittwoch, 27. Juli 2005
Retro noch immer nicht aus der Mode
Da schlagen die Herzen von allen über 30-Jährigen höher: Die Kinderzeitschrift Yps soll wieder in den Handel kommen! Nach W&V-Berichten zunächst als Sonderausgabe in einer Auflage von 150.000 Exemparen. Auch die beliebten "Gimmicks" wird es wieder geben: Möglicherweise wird dem Heft die "Geld-Zauber-Maschine" beiliegen, die es auch schon mal in der Vergangenheit gab. Die Gimmicks waren stets das Markenzeichen des Heftes. Der Verlag Egmont Hapa hofft mit der Retro-Aktion auf neue, junge Leser, aber auch auf ältere Stammleser, die in nostalgischer Verklärtheit das Heft zur Kasse tragen. Allerdings denke ich, dass der besondere Reiz der Yps-Gimmicks wohl mittlerweile etwas verloren hat. Wer mit offenen Augen am Zeitschriftenregal im Supermarkt vorbei geht, kann leicht erkennen, dass heute nahezu jedes Heft für Kinder und Jugendliche über eine solche Zugabe verfügt. Ob Schminkset, Armbändchen, Dart-Set oder ähnliches - alles schon da gewesen. In der Yps-Klasse spielt da zum Beispiel die beliebte Micky Maus. Diese hatte vor kurzem eine Spritzpistole aufgeklebt, die um die Ecke schießt - Yps ließ grüßen.
Da müssen die Yps-Macher auch inhaltlich besonderes bieten, um der Konkurrenz entgegen zu treten. Zumindest dann, wenn man die Zeitschrift regelmäßig erscheinen lassen will (was abhängig vom Erfolg des Sonderheftes geplant ist). Für alle, die's kaum erwarten können: Yps liegt ab 18. August im Kiosk. Übrigens sind weitere Heftrevivals zu erwarten: Zum Beispiel basteln auch Fix & Foxi gerade an ihrem Comeback.
Dienstag, 26. Juli 2005
Sony gibt Bestechung von Radiosendern zu
Als erster internationaler Musikkonzern hat Sony zugegeben, Radiosendern Geld gezahlt zu haben, damit sie bevorzugt Lieder seiner Künstler spielen. Das Unternehmen werde für die so genannte "Pay for Play"-Praxis nun zehn Millionen Dollar zahlen, um so den Streit beizulegen, erklärte der New Yorker Generalstaatsanwalt. mehr...
Dossier: Musikbranche steht vor der Neuordnung
Montag, 25. Juli 2005
Windows Vista
"Windows Vista" ist der offizielle Name des neuen Microsoft-Betriebssystems, bisher bekannt unter dem Projektnamen Longhorn. Dies teilt der Software-Gigant auf seiner Homepage mit. Erscheinen soll Windows Vista 2006. Die erste Beta-Version, die sich an IT-Profis und Entwickler richtet, wird ab 3. August verfügbar sein.
User werden mit Vista mehr Vertrauen in ihren PC bekommen, verspricht Microsoft. Das neue Betriebssystem soll die Zusammenarbeit des PCs mit vielen Peripheriegeräten vereinfachen. Das Unternehmen betont die Einfachheit und Klarheit, die Vista bringen soll. mehr...
Für alle die, die es nicht wissen sollten: Vista heißt zu deutsch Ausblick. Also Fenster (Windows) mit Ausblick. So wie wir es im Urlaub immer gerne haben. Wir wollen das Meer, die Berge, die Wiesen, die Seen etc. vom Fenster aus sehen. Und nicht die „Hinterhof-Idylle“. Aus Kommunikationssicht also ein toller Name, der allerdings auch viel verspricht. Bleibt also abzuwarten, ob Microsoft mit seinem neuen Betriebssystem das auch hält – und zwar zu Gunsten der Anwender.
Donnerstag, 21. Juli 2005
Offensive Begrüßung
Selten habe ich eine Firma so offensiv mit der Konkurrenz umgehen sehen wie die Analysten von Berlecon. Mit „Hallo Meton! Der Markt für IT Research bleibt in Bewegung“ beginnt Dr. Thorsten Wichmann seinen aktuellen Berlecon-Newsletter und schreibt weiter: „Seit Anfang Juli haben wir einen neuen Wettbewerber. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Meton Group! Eine Gruppe von ehemaligen Mitarbeitern der von Gartner gekauften Meta Group hat das neue Unternehmen gegründet. Die Meton Group hat angekündigt, sowohl Multi Client Services für IT-Anbieter als auch IT-Beratung für Anwenderunternehmen anzubieten.“ ( hier zum vollständigen Text)
Wichmann geht aber nicht nur in Sachen Begrüßung in die Offensive, sondern er erläutert auch gleich, welche Vorteile das eigene Haus gegenüber dem neuen Konkurrenten seiner Meinung nach bietet. Und zwar scheinen „alternative Analystenhäuser im Vergleich zu den „Elefanten“ der Branche gerade von IT-Anbietern aktuell gerne gesehen zu sein – nicht zuletzt aufgrund des Aufkaufs der Meta Group durch Gartner und die unpopuläre Entscheidung, den beratungsstarken Bereich IT-Services nicht mehr weiter zu führen: Gründe, die zu Gründung von Meton führten.
„Dabei entdecken sie dann oft, dass die kleineren, regional oder thematisch fokussierten Analysten und Berater häufig ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als die großen Namen. Viele Kleine – so auch Berlecon – setzen etwa bei Research-Publikationen eher auf den Einzelverkauf als auf Abonnements. Die Käufer von Research bezahlen so nur das, was sie wirklich interessiert. Gleichzeitig werden wir Analysten gezwungen, uns auf die Fragestellungen zu konzentrieren, die für die Unternehmen wichtig sind.“ Das sagt Herr Wichmann. Hört sich gut an, oder?
Was mir besonders gut gefallen hat, war dann noch der Einsatz des Begriffs „Boutique Analysts“, der wohl für kleinere Häuser mit Nischenspezialisierung wie eben Berlecon verwendet wird. Ich habe mir gerade überlegt, ob es diesen Begriff in der PR auch gibt. „Boutique Agency“ – klingt auch nicht schlecht. Was meinen Sie? Damit ließe sich eine gute Abgrenzung schaffen zu den Pleons dieser Welt
Mittwoch, 20. Juli 2005
Dickes Ende
Mobiler Internetzugang, online Mails laden: Nach meinem letzten Winterurlaub in einem 4-Sterne-Hotel, bei dem die Internet-Station sieben Tage lang außer Betrieb war, wusste ich, dass ich eine UMTS-Karte brauchen. Ob unterwegs in der Bahn, am Flughafen, beim Kunden vor Ort, auf einer Messe, oder eben im Urlaub – ich wollte künftig mit meiner eigenen Technik auf Mails zugreifen oder ins Internet gehen können. Gesagt, getan. Vodafone hatte da ein günstiges Angebot, und schon war die Karte gekauft. In Deutschland klappte auch alles. Auf dem Weg zur CeBIT verschickte ich an der Tankstelle Mails an Kunden. Auf der Messe konnte ich mir auf Webseiten wichtige Informationen abrufen. Dann kam der Sommerurlaub in Italien. Auch dort klappte die Online-Verbindung, allerdings nur leidlich, sie brach auch öfter ab beziehungsweise baute sich auch mal gar nicht erst auf. Aber ich will hier nicht undankbar sein. Im Großen und Ganzen war alles okay, ich kam an alle meine Mails. Nur kam das dicke Ende jetzt vor kurzem in Gestalt der Vodafone-Rechnung. Knapp 300 Euro wollen die jetzt haben, und das weil ich nach Angaben deren italienischen Partners 72 Stunden an zwei Tagen (?!) online gewesen sein soll beziehungsweise an einem Tag, an dem ich längst wieder in Wiesbaden war, stündlich neue Onlineverbindungen in Italien hergestellt habe (wahrscheinlich habe ich mich geklont, ohne es zu merken). Eine Beschwerde meinerseits brachte jetzt zutage, dass beim italienischen Anbieter jede Onlineverbindung auf eine volle Stunde aufgerundet wird. Wenn zum Beispiel die Verbindung nur wenige Sekunden hielt und dann zusammenbrach, war das auf der Rechnung dann alleine schon eine ganze Stunde.
Ein Geschäftspartner, mit dem ich mich neulich traf, hat in dieser Beziehung übrigens noch ärgerlichere Erfahrungen mit T-Mobile gemacht, als er Urlaub in Spanien machte. Bei ihm wurden GPRS-Verbindungen (UMTS war nicht verfügbar) nicht wie angenommen nach Datenpaket abgerechnet, sondern nach Zeit. Macht summa summarum 3.000 Euro, der Herr!
Ein teueres Vergnügen. Ich finde es schade, dass es den Nutzern nicht mit freundlicheren Verträgen, besseren Verbindungen und kulanterem Service einfach gemacht wird, solche Telekommunikationsdienstleistungen mobil (und vor allem auch im Ausland) zu nutzen. Mich würden auch weitere Erfahrungsberichte hierzu interessieren.
Donnerstag, 7. Juli 2005
Drei Pressemitteilungen schicken, zwei bezahlen
Der geile Geiz macht vor keiner Branche halt: Jetzt sollen auch PR-Agenturen die Billigschiene fahren - eine Horrorvorstellung für alle Beteiligten.
Lesen Sie in diesem Blog mehr darüber...
Freitag, 1. Juli 2005
Manche Antwort ist vorhersehbar…
Hier ein Update zu meinem Blogeintrag vom 20. Juni. Sie erinnern sich? ComputerPartner-Chefredakteur Damian Sicking feierte eine Reihe von „standfesten“ Geschäftsführern als „die wahren Helden der Informationsgesellschaft“. Gestern kam in der aktuellen Ausgabe die vorhersehbare Replik von Werner Führer, Geschäftsführer der BÜROTEX GmbH und Adressat des besagten offenen Briefes. Dieser gibt – wie originell! – das Kompliment charmant an die Kollegen und Mitarbeiter im eigenen Haus weiter, die „täglich für einen gemeinsamen Erfolg kämpfen und ‚immer eine Spur sympathischer’ untereinander, miteinander und gegenüber Kunden und Partnern auftreten.“ Na, dann ist ja die Welt in Ordnung!
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K O M M E N T A R E
Übrigens: Auch jdk.de hat jetzt ein ...
Lieben Dank nach Wiesbaden...
das ReadSoft-Team
Unglaublich! Und das als PR-Fachmann. Mitlerweile ...
Wie versprochen, hier die Stellungnahme von Herrn ...
Na ja, in der E-Mail - die er von meiner Frau ...