Die neuen Vorgaben für die Passfotos im Reisepass spalten die Lager: Natürlich kann man sich darüber aufregen, dass man sich nun mit einem Verbrecherfoto ausweisen muss. Andererseits können PR-Experten diese Entwicklung nur begrüßen, denn sie stellt weitgehend sicher, dass niemand mehr auf die Idee kommt, ein Passfoto als Pressefoto zu verwenden. Auf Passfotos darf ab heute niemand mehr lächeln, es wird ein heller Hintergrund verwendet und man muss stierig in die Kamera schauen. An Pressefotos stellen sowohl die PR-Verantwortlichen als auch die Redaktionen deutlich höhere Anforderungen: Sympathisch und glaubwürdig soll die Person rüberkommen, möglicherweise auch fachlich kompetent, wenn das Foto zur Bebilderung eines Fachartikels verwendet werden soll. Obwohl Passfotos diese Anforderungen schon in der Vergangenheit kaum erfüllt hatten und zudem auch in der Auflösung und Qualität oft sehr schlecht waren, wurden sie häufig für die Medienarbeit verwendet. Hierfür sprachen nicht nur Kosten-, sondern auch Zeitgründe: Fast jeder Geschäftsführer hat noch ein einigermaßen aktuelles Passfoto zur Hand. Und bevor man zum Fotografen geht… Leider erwiesen sich viele Gesprächspartner in der Vergangenheit hier weitgehend beratungsresistent – selbst über Jahre hinweg.
Was bleibt, ist die wachsende Gefahr der Digitalkameras. Nahezu jede Privatperson besitzt eine, und so ist es ein leichtes, sich den Gang zum Fotografen erneut zu sparen und stattdessen ein kleines Fotoshooting unter Kollegen zu veranstalten. Allerdings haben diese Schnappschüsse leider oft ebenfalls den Charakter von Verbrecherfotos. Die unaufgeräumte Büroumgebung inklusive Kinderzeichnungen und Überraschungsei-Figuren als Hintergrund, Schlagschatten, mangelhafte Ausleuchtung des Portraitierten – die Liste der Foto-Sünden ist lang. Nach wie vor werden PR-Verantwortliche alle Argumente für Profiaufnahmen in die Waagschale werfen müssen.
K O M M E N T A R E
Übrigens: Auch jdk.de hat jetzt ein ...
Lieben Dank nach Wiesbaden...
das ReadSoft-Team
Unglaublich! Und das als PR-Fachmann. Mitlerweile ...
Wie versprochen, hier die Stellungnahme von Herrn ...
Na ja, in der E-Mail - die er von meiner Frau ...