Donnerstag, 30. November 2006
Vom Internet-No-Name zum "Spitzenranking"
Als ich noch vor rund vier Wochen im Internet nach dem ominösen Füchtenhans-Kunstversand googelte, war dort noch kein einziger Eintrag zu finden.
Heute jedoch gibt es welche, und alle verweisen auf dieses Weblog und meinen Eintrag. Inzwischen mehren sich hier auch die Kommentare, was deutlich zeigt, dass mein Unternehmen nicht das einzige Opfer der unseriösen Geschäftspraktiken ist.
So viel dann aber auch zum Thema "Netz-Identität". Wer selbst nicht kommuniziert (der Kunstversand hat offensichtlich keine eigene Homepage, über die Gründe lässt sich spekulieren), der kann trotzdem nicht verhindern, dass über ihn kommuniziert wird. Wichtig ist dabei vor allem herauszubekommen (oder mitzubekommen), dass man überhaupt in der Kritik steht. Denn erst dann kann man darauf reagieren - oder eben nicht.
Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft in der Regel allerdings nicht weiter!
Mittwoch, 22. November 2006
Noch ein Portal für den Channel
Der Wind weht rauer für die etablierten Reseller-Titel und deren Online-Channel. Im Reigen vom (frisch renovierten) ComputerChannel, CRN und IT-Business News um Online-Leser und -Werbekunden mischt seit vergangener Woche nun auch heise resale mit, ein brandneues Online-Angebot aus dem Heise Zeitschriften Verlag. Wie es in einer Pressemeldung heißt, bietet das Portal „neben Produkt- und Branchennews Informationen aus den Bereichen Recht, Service und Praxis sowie eine Diskussionsplattform zum offenen Austausch über Probleme im Handel.“ Alles ist genau auf die Zielgruppe zugeschneidert, die auch die anderen Portale bereits ansprechen, nämlich IT-Händler, Reseller und Distributoren. Heise resale besteht aus zwei Bereichen, einem öffentlich zugänglichen sowie einem Händlerbereich, für den man sich registrieren muss.
Heise erweitert mit diesem Portal sein umfangreiches Angebot an Special-Interest-Plattformen im Internet. Ein geschickter Schachzug, wenn man bedenkt, dass der Verlag hier die unstrittige Kompetenz seiner Redaktion c't in die Waagschale werfen kann (und dies auch ankündigt).
Dienstag, 21. November 2006
Flogs
Das künstliche, zu PR-Zwecken produzierte Blogs als "fake blogs" bezeichnet werden, wusste ich ja. Das man hier auch schon wieder der Einfachheit halber die beiden Begriffe zusammenführt, war mir neu. Man spricht offenbar auch von "flogs" - gerade in der "Internet World Business" (Ausgabe 23) gelesen!
Ich glaube, langsam wird es für viele Internet-Nutzer immer schwieriger, den ganzen Begriffen, Trends und Möglichkeiten zu folgen. Erst diese Woche hat mich ein Interessent, in Sachen IT-Innovation übrigens ganz vorne dabei, fragend angeschaut, als ich ihm einen Weblog als Kommunikationsmöglichkeit vorschlug. Nicht weil er dies nicht für relevant hielt, sondern weil ihm Weblogs nicht bekannt waren. Und es war nicht das erste mal, das mir das so gegangen ist. Selbst in der IT-Szene sind nicht nur die Begriffe, sondern auch die Technologien, die dahinter steckt, vielfach noch völlig unbekannt und wohl aus diesem Grunde kaum genutzt. Auch wenn die Umfragen hier stets ein anderes Bild vermitteln...
Donnerstag, 16. November 2006
Sau-sau-saubillig...
"...und noch viel mehr würd ich kriegen, wenn ich Kunde beim 'Elektronikfachmarkt' wär", klingt es seit geraumer Zeit in der Radiowerbung nach der Melodie von "König von Deutschland", einem Hit von Rio Reiser. Was für ein Satz ist das eigentlich: Ich kann saubillig kriegen? Ja, ne - is klar... wat denn?
Vielleicht handelt es sich auch einfach um einen neuen Trend, in der Werbung merkwürdige Botschaften zu verbreiten. Ein ähnliches Beispiel hat nämlich auch der "Held der Arbeit" jetzt entdeckt.
Mittwoch, 15. November 2006
Die Scheinheiligen
Während auf dem Blog von Computerwoche-Autor Wolfgang Miedl neulich noch über Qualitätsjournalismus diskutiert wurde, verknüpfen scheinbar seriöse Medien ganz offiziell die Anzeigenschaltung mit redaktioneller Berichterstattung. Nachdenklich stimmt aber, wer da am Markt "ein derart offenes Bekenntnis zum Verstoß gegen das Gebot der Trennung von Anzeigen und Redaktion" (Zitat Tagespiegel) abgibt: Es ist niemand anderes als der "Kommunikationsmanager", immerhin ein Blatt aus der Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, genauer gesagt dem F.A.Z. Institut - und dieses PR-Fachblatt erscheint in Kooperation mit der DPRG (Deutsche Public Relations Gesellschaft), dem Verband für PR-Schaffende! Kommentiert wird das Ganze übrigens sehr schön von Sebastian Vesper, Chefredakteur des PR-Reports auf dem "media coffee blog".
Leider wird hier eine Realität dargestellt, die in immer mehr Verlagen Einzug hält. So offen hat es nur noch kaum jemand kommuniziert.
Mittwoch, 8. November 2006
Umfrage Euroblog2007
Eine Studie untersucht jetzt den Einfluss von Weblogs und Social Software auf PR und Kommunikationsmanagement in Europa. Bei der Online-Befragung, die noch bis 30. November andauert, können sich PR-Verantwortliche in Unternehmen, Agenturen und anderen Organisationen beteiligen. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert nach Angaben der Initiatoren knapp zehn Minuten. Jeder, der mitmacht, erhält die vollständige Auswertung. Diese gibt Praktikern dann möglicherweise Hinweise, wie man Weblogs, Wikis und Co. noch mehr in die eigene Kommunikationsarbeit einbinden kann. Die Euroblog-Umfrage wird zum zweiten Mal durchgeführt, so dass man spannende Vergleiche ziehen kann. Die Erhebung wird von Wissenschaftlern in Deutschland, England und der Schweiz koordiniert und ist eine Initiative von EUPRERA, dem europäischen Verband der PR-Forscher.
Freitag, 3. November 2006
Es passiert viel bei CP
Aus ComputerPartner wurde jetzt ChannelPartner. Damit will die Zeitschrift nun auch im Titel ausdrücken, für wen Sie sich engagiert: Nämlich nicht für den "Computer", sondern für den Fachhändler in der ITK/CE-Branche und seine Kunden. Inhaltlich wird es beim bewährten Konzept bleiben, welches u.a. aktuelle Branchennews, Success-Stories, Produktberatung und Informationen zu Steuern, Recht und Management beinhaltet. Auch im Web ändert sich der Name in ChannelPartner.de. Vor kurzem wurde übrigens bereits ein neues Forum online geschaltet - siehe auch mw.Blog-Eintrag hierzu.
Der neue Name ChannelPartner ist meiner Meinung nach bei ComputerPartner schon lange Programm gewesen. Die Umbenennung ist somit ein logischer Schritt. Und für den Wiedererkennungswert wurden die Initialien und die markante rote Farbe beibehalten
Donnerstag, 2. November 2006
Jammern im Jammertal
Ebenfalls im Posteingang hatte ich gestern ein Schreiben vom Insolvenzverwalter der Firma ASM. Dieser Insolvenzverwalter hat seinen Sitz bezeichnenderweise im „Jammertal 1“  in Cloppenburg.
Mittwoch, 1. November 2006
Ein-Jähriges
Nach einem guten Jahr seit der Erstausgabe hat sich das T3N-Magazin als weltweit erstes Printmagazin zum Thema Open Source, Webentwicklung und TYPO3 am Markt gut etabliert. Die Zeitschrift widmet sich neben aktuellen Themen rund um Webentwicklung und das Open-Source-Content-Management-System TYPO3 zusätzlich auch interessanten Projekten aus dem Open-Source-Umfeld. T3N ist damit eine wertvolle Informationsquelle für Anwender, Freelancer, Administratoren und Entscheider im deutschsprachigen Raum. Leser meines Blogs können mit Hinweis auf mich bei Andreas Lenz eine kostenfreie 24-seitige Leseprobe anfordern.
Zum Flüchten: Füchtenhans-Kunstversand
Die Dreistigkeit mancher Gewerbetreibende überrascht mich immer wieder. So hat uns doch diese Woche der „Füchtenhans-Kunstversand" in Verl einen Umschlag mit Wiesbadener Radierungen geschickt. In der begleitenden Rechnung über den Betrag von schlappen 256,80 Euro inklusive Mehrwertsteuer war aufgeführt: „Wie telefonisch besprochen übersenden wir Ihnen hiermit die Kungstgrafikmappe zur 14tägigen Ansicht.“ Der Brief war an Frau Christin Müller in unserer Agentur adressiert. Die gibt es bei uns natürlich nicht. Bei Nichtgefallen solle man dem Umschlag mit 85 Cent frankieren und wieder zurücksenden. Ein Blick auf den reichlich ramponierten Umschlag zeigt, dass inzwischen schon viele Unternehmen von dem netten Rücksende-Angebot Gebrauch gemacht haben müssen! Und der letzte Satz auf der Rechnung enthüllt zudem, dass es sich eigentlich nur um ein Angebot handelt: „Wir hoffen, das unser exklusives Angebot Sie überzeugt.“ Tut es nicht. Und das nicht nur, weil man dass hier mit zwei s schreiben müsste. Wir werden die Mappe auch nicht auf unsere Kosten zurücksenden, sondern hier zur Abholung aufbewahren. Ich bezweifle aber, dass der Füchtenhans Kunstversand seine wertvollen Bilder zurück haben möchte, wenn er sie schon auf so unseriöse Weise anbieten muss.
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K O M M E N T A R E
Übrigens: Auch jdk.de hat jetzt ein ...
Lieben Dank nach Wiesbaden...
das ReadSoft-Team
Unglaublich! Und das als PR-Fachmann. Mitlerweile ...
Wie versprochen, hier die Stellungnahme von Herrn ...
Na ja, in der E-Mail - die er von meiner Frau ...