Die schlechte wirtschaftliche Lage vieler Zeitungen und Zeitschriften hat die Unabhängigkeit der Presse nach Meinung deutscher Blattmacher bislang kaum beeinträchtigt. Das geht aus einer Umfrage des 'Stern' und des Verlags Gruner + Jahr bei rund 80 Chefredakteuren hervor. So sagen drei Viertel der Teilnehmer, die Aussage 'Thematisch heiße Eisen werden gar nicht erst angepackt' sei unzutreffend. Auch die Einschätzung, viele Redaktionen formulierten aus Furcht vor wirtschaftlichen Konsequenzen vorsichtiger, teilt die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) nicht. Allerdings bestätigten 90 Prozent der beteiligten Chefredakteure, dass es in den meisten Redaktionen Personalkürzungen und eine zunehmende Arbeitsbelastung gebe.
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Sehr gut, dass sich die Redakteure bei den Zeitungen und Zeitschriften nicht unter Druck setzen lassen. Bei kleineren Verlagen sieht es da schon anders aus. Unternehmen, die regelmäßig Anzeigen schalten, werden oft bevorzugt erwähnt. Auch wird man auf so genannte „Mediakonzepte“ – dahinter verbirgt sich ein redaktioneller Beitrag, wenn eine Anzeige geschaltet wird – sowie Promo-Seiten, Druckkostenbeiträge etc. angesprochen. Leider kann es sich nicht jede Redaktion erlauben, keinen Blick auf den Anzeigentisch zu werfen.