Mobiler Internetzugang, online Mails laden: Nach meinem letzten Winterurlaub in einem 4-Sterne-Hotel, bei dem die Internet-Station sieben Tage lang außer Betrieb war, wusste ich, dass ich eine UMTS-Karte brauchen. Ob unterwegs in der Bahn, am Flughafen, beim Kunden vor Ort, auf einer Messe, oder eben im Urlaub – ich wollte künftig mit meiner eigenen Technik auf Mails zugreifen oder ins Internet gehen können. Gesagt, getan. Vodafone hatte da ein günstiges Angebot, und schon war die Karte gekauft. In Deutschland klappte auch alles. Auf dem Weg zur CeBIT verschickte ich an der Tankstelle Mails an Kunden. Auf der Messe konnte ich mir auf Webseiten wichtige Informationen abrufen. Dann kam der Sommerurlaub in Italien. Auch dort klappte die Online-Verbindung, allerdings nur leidlich, sie brach auch öfter ab beziehungsweise baute sich auch mal gar nicht erst auf. Aber ich will hier nicht undankbar sein. Im Großen und Ganzen war alles okay, ich kam an alle meine Mails. Nur kam das dicke Ende jetzt vor kurzem in Gestalt der Vodafone-Rechnung. Knapp 300 Euro wollen die jetzt haben, und das weil ich nach Angaben deren italienischen Partners 72 Stunden an zwei Tagen (?!) online gewesen sein soll beziehungsweise an einem Tag, an dem ich längst wieder in Wiesbaden war, stündlich neue Onlineverbindungen in Italien hergestellt habe (wahrscheinlich habe ich mich geklont, ohne es zu merken). Eine Beschwerde meinerseits brachte jetzt zutage, dass beim italienischen Anbieter jede Onlineverbindung auf eine volle Stunde aufgerundet wird. Wenn zum Beispiel die Verbindung nur wenige Sekunden hielt und dann zusammenbrach, war das auf der Rechnung dann alleine schon eine ganze Stunde.
Ein Geschäftspartner, mit dem ich mich neulich traf, hat in dieser Beziehung übrigens noch ärgerlichere Erfahrungen mit T-Mobile gemacht, als er Urlaub in Spanien machte. Bei ihm wurden GPRS-Verbindungen (UMTS war nicht verfügbar) nicht wie angenommen nach Datenpaket abgerechnet, sondern nach Zeit. Macht summa summarum 3.000 Euro, der Herr!
Ein teueres Vergnügen. Ich finde es schade, dass es den Nutzern nicht mit freundlicheren Verträgen, besseren Verbindungen und kulanterem Service einfach gemacht wird, solche Telekommunikationsdienstleistungen mobil (und vor allem auch im Ausland) zu nutzen. Mich würden auch weitere Erfahrungsberichte hierzu interessieren.