Donnerstag, 1. November 2007
PR-Buchtipp
Inspirationen und Anregungen für pfiffige PR-Aktionen liefert das neue Buch "Kreative PR" von Jens-Uwe Meyer.
Die empfehlenswerte Neuerscheinung, die vor kurzem auch auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wurde, wird jetzt aktuell auf unserer Agentur-Webseite in der Rubrik " PR-Buchtipps" vorgestellt.
Montag, 25. Juni 2007
Individueller Newsletter
Der aktuelle E-Mail-Newsletter des Postmaster Magazins berichtet vergangene Woche recht humorvoll über deren technische Probleme mit der Telefon-Anlage:
"Wer uns gestern und heute telefonisch erreichen wollte, hat möglicherweise irgendwann schlechte Laune bekommen, weil immer besetzt war. Wir haben aber die Redaktion nicht in ein unterbesetztes Call-Center umgewandelt, sondern unsere Telefon-Anlage war defekt. Tatsächlich war es fast schon gespenstisch still bei uns. Jetzt ist sie wieder geheilt, und Sie können uns wieder erreichen, wenn Sie möchten."
Das nenne ich eine offensive und sympathische Krisenkommunikation!
Freitag, 1. Juni 2007
BILD-Leserbeirat: genialer PR-Schachzug
Als (nach eigenen Angaben) erste deutsche Tageszeitung gründet die BILD-Zeitung jetzt einen Leserbeirat. 32 Leser, die einen "Querschnitt der Gesellschaft" bilden sollen, können dann direkten Einfluss auf die Boulevardzeitung nehmen, Themen mitbestimmen und so dafür sorgen, dass die Inhalte von BILD noch mehr auf Interessen, Sorgen und Probleme der Leser zugeschnitten ist. Bewerben kann sich jeder. Es gibt hierzu unter einen Fragebogen, den man nur noch ausfüllen und absenden muss.
Ich finde die Idee mit dem Leserbeirat sehr pfiffig. So schlägt man nämlich mehrere Fliegen mit einer Klappe: 1. Man bekommt (fast) kostenlose Schlagzeilen, denn in Internet und Presse stolperte man schon einen Tag nach der entsprechenden Pressemeldung überall über diese Ankündigung. 2. Man führt eine umfassende Leserbefragung mit (wahrscheinlich) Rekordbeteiligung durch - denn genau danach sieht der Frage-/Bewerbungsbogen aus! 3. Man hat auch später noch genügend Kommunikationsstoff, wenn denn erst mal die Leser zur Redaktionskonferenz eingeladen werden, sich einbringen dürfen und, und und. Nicht zuletzt ist man 4. natürlich tatsächlich noch näher am Leser und kann darüber tatsächlich noch mehr Themen zur Leser-Blatt-Bindung finden. 5. Ist die Aktion unterm Strich tatsächlich recht preiswert. Denn natürlich wird der Leserbeirat nicht entlohnt. Immerhin zahlt BILD den Beiratsmitgliedern "natürlich Reise, Unterkunft im Hotel, Verpflegung und einen tollen Aufenthalt in Hamburg oder Berlin" - und das ist bestimmt für viele Leser Anreiz genug, bei der Aktion mit zu machen.
Wie ich finde, ein genialer PR-Schachzug.
Ich bin sehr gespannt, was wir vom Leserbeirat der BILD noch alles hören und lesen werden.
Mittwoch, 8. November 2006
Umfrage Euroblog2007
Eine Studie untersucht jetzt den Einfluss von Weblogs und Social Software auf PR und Kommunikationsmanagement in Europa. Bei der Online-Befragung, die noch bis 30. November andauert, können sich PR-Verantwortliche in Unternehmen, Agenturen und anderen Organisationen beteiligen. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert nach Angaben der Initiatoren knapp zehn Minuten. Jeder, der mitmacht, erhält die vollständige Auswertung. Diese gibt Praktikern dann möglicherweise Hinweise, wie man Weblogs, Wikis und Co. noch mehr in die eigene Kommunikationsarbeit einbinden kann. Die Euroblog-Umfrage wird zum zweiten Mal durchgeführt, so dass man spannende Vergleiche ziehen kann. Die Erhebung wird von Wissenschaftlern in Deutschland, England und der Schweiz koordiniert und ist eine Initiative von EUPRERA, dem europäischen Verband der PR-Forscher.
Freitag, 17. März 2006
Podcasts und Videocasts noch nicht in der PR angekommen
Eine Umfrage von News Aktuell unter 2.800 deutschen Presseverantwortlichen ergab, dass nur wenige Pod- und Videocasting als Kommunikationsmittel einsetzen wollen. 27 Prozent der Befragten wusste nicht einmal, was Podcasting überhaupt ist. Die gleiche Anzahl der Befragten hielt Podcasts für ein „überbewertetes Modethema“. Nur jedes zehnte Unternehmen und 15 Prozent der Agenturen hatten sich mit dem Thema schon einmal genauer auseinandergesetzt.
Mich überraschen diese Ergebnisse nicht. In deutschen PR-Stellen ist man derzeit noch mit dem Thema Weblogs beschäftigt, welches vielen heftige Kopfzerbrechen bereitet. Hinzu kommt die Frage der Kosten. Wer soll diese „überbewerteten Modethemen“ und notwendigen Technologien alle finanzieren? Die Budgets für Marketing und PR sind ohnehin gut ausgereizt. Vielfach langen die Gelder schon kaum für die herkömmlichen PR-Maßnahmen. Bis sich das Bereitstellen von Audio- und Videobeiträgen hierzulande durchsetzt, wird noch viel Wasser den Rhein runterlaufen.
In den USA ist man übrigens (mal wieder) schon weiter. Hier wollen nach Berichten von iBusiness etwa 14 Prozent der Marketingverantwortlichen unternehmensfremde Podcasts sponsoren.
Dienstag, 14. März 2006
Menschen als wandelnde Werbeträger
Auf der CeBIT in Halle 1 werde Messebesucher als Werbeträger ausgestattet, ohne dass es diesen überhaupt auffällt. Der Druckerhersteller Kyocera hat als Preise für eine Verlosung unzählige Papp-Torwände und die dazugehörigen Fußbälle mit auf die Messe gebracht. Die aufmerksamkeitsstarken Geschenke mit riesigen Abmessungen werden den Teilnehmern nach der Show in die Hand gedrückt und diese spazieren so ausgestattet über das Messegelände. Ein Blick auf die Torwand verrät, wo die Torwand herkommt: Halle 1, Stand A03. Und wer der Tüte den Ball entnimmt und die Torwand einfach irgendwo stehen lässt, hinterlässt praktisch eine Plakatwand mit Kyocera-Werbung, die der Anbieter beim Messeveranstalter nicht extra zahlen muss. Dies nenne ich eine geschickte, kostengünstige Werbung.
Spannend ist in diesem Zusammenhang auch, dass es sogar eine Internet-Seite gibt, auf der sich die Werbegeschenkejäger sogar gegenseitig auf tolle Gimmicks aufmerksam machen. Auf www.messepraesente.de erfährt der CeBIT-Besucher übersichtlich nach Hallen geordnet, welche kostenlosen Geschenke es an welchem Stand gibt.
Freitag, 3. Februar 2006
Was kostet Business-Software?
Computerwoche und das Rating-Portal Benchpark bringen jetzt Licht ins Dunkle der Preisgestaltung von Business-Software. Im Benchpark bewerten die Kunden von z.B. ERP-Anbietern nicht mehr nur die Software und Funktionalität der eingesetzten Produkte, sondern geben jetzt auch das Projektvolumen an. Die Computerwoche zeigt die Ergebnisse aus den jeweiligen Benchpark-Top-Ten auf dieser Seite als kostenlose Zusammenfassung. Eine gute Idee, denn die Anbieter von Lösungen machen oft einen Eiertanz, wenn es darum geht, Einstiegs- und Lizenzpreise ohne vorherige Analyse beim Interessenten bekannt zu geben. Und hier nennen bestehende Anwender das Kind einfach beim Namen. Vielleicht erleichtert dies dem ein oder anderen Interessenten sogar die Entscheidung?
Was die PR-Strategie angeht, heißt das aber auch (nach wie vor): Durch Nicht-Kommunizieren kann man nicht verhindern, dass über das Unternehmen kommuniziert wird
Mittwoch, 25. Januar 2006
Privatanzeige contra Profi-PR
Der "Held der Arbeit" schreibt in seinem Blog von einer Erfahrung, die auch ich schon häufig gemacht habe: PR-Kunden legen einfach zu wenig Wert auf professionelles Bildmaterial. Der Vergleich mit dem Auto, welches ich privat über Mobile.de verkaufen will, ist gut. Ich leg noch einen drauf: Wenn einer bei neu.de eine Frau kennen lernen will, wird er doch dort auch nur ein Foto reinstellen, auf dem er vorteilhaft aussieht. Es gibt aber Kunden, die kommen mit einem besseren Strandfoto an, welches abgescannt wurde und als gif mit 70 KB gespeichert ist. Und wundern sich dann, wenn ich sie bitte, mal zu einem Fotografen zu gehen.
Aber das ist ein Thema, welches ich auch schon hier behandelt habe!
Es ist wirklich erstaunlich, dass man zwar viel Geld für PR ausgibt, aber zulässt, dass durch ein unprofessionelles Bild die ganze Image-Wirkung wieder verloren geht - wenn nicht gar das Unternehmen völlig unglaubwürdig wird.
Mittwoch, 16. November 2005
Gute PR-Idee
Wenn es keine PR-Anlässe gibt, muss man eben welche schaffen. Hierzu ist nicht viel notwendig – nur ein kleines bisschen Einfallsreichtum, ein korrespondierendes Thema und die passende Umgebung. Sehr schön macht es uns am kommenden Montag, 21. November, Wiesbadens Oberbürgermeister Hildebrand Diehl vor: Anlässlich der Ausstellung „Wiesbaden 1945-1948. Die ersten Jahre als hessische Hauptstadt“ tauscht er eine Stunde lang Lebensmittelkarten gegen Schmalzbrote um.
Diese Aktion findet auf der Verbrauchermesse Hafa in den Rhein-Main-Hallen statt. Die Lebensmittelkarten werden beim Kauf einer Hafa-Eintrittskarte ausgegeben. Die Verbindung Nachkriegsjahre – Lebensmittelkarten finde ich persönlich sehr gelungen, und die Inszenierung mit dem Bürgermeister ist absolut nachahmenswert. Vor allem deshalb, weil die Pressevertreter der örtlichen Tageszeitungen dabei gleichzeitig ein schönes Bildmotiv mitgeliefert bekommen. Mein Fazit: Perfekte PR.
Dienstag, 1. November 2005
Das Aus für Passfotos in den Medien
Die neuen Vorgaben für die Passfotos im Reisepass spalten die Lager: Natürlich kann man sich darüber aufregen, dass man sich nun mit einem Verbrecherfoto ausweisen muss. Andererseits können PR-Experten diese Entwicklung nur begrüßen, denn sie stellt weitgehend sicher, dass niemand mehr auf die Idee kommt, ein Passfoto als Pressefoto zu verwenden. Auf Passfotos darf ab heute niemand mehr lächeln, es wird ein heller Hintergrund verwendet und man muss stierig in die Kamera schauen. An Pressefotos stellen sowohl die PR-Verantwortlichen als auch die Redaktionen deutlich höhere Anforderungen: Sympathisch und glaubwürdig soll die Person rüberkommen, möglicherweise auch fachlich kompetent, wenn das Foto zur Bebilderung eines Fachartikels verwendet werden soll. Obwohl Passfotos diese Anforderungen schon in der Vergangenheit kaum erfüllt hatten und zudem auch in der Auflösung und Qualität oft sehr schlecht waren, wurden sie häufig für die Medienarbeit verwendet. Hierfür sprachen nicht nur Kosten-, sondern auch Zeitgründe: Fast jeder Geschäftsführer hat noch ein einigermaßen aktuelles Passfoto zur Hand. Und bevor man zum Fotografen geht… Leider erwiesen sich viele Gesprächspartner in der Vergangenheit hier weitgehend beratungsresistent – selbst über Jahre hinweg.
Was bleibt, ist die wachsende Gefahr der Digitalkameras. Nahezu jede Privatperson besitzt eine, und so ist es ein leichtes, sich den Gang zum Fotografen erneut zu sparen und stattdessen ein kleines Fotoshooting unter Kollegen zu veranstalten. Allerdings haben diese Schnappschüsse leider oft ebenfalls den Charakter von Verbrecherfotos. Die unaufgeräumte Büroumgebung inklusive Kinderzeichnungen und Überraschungsei-Figuren als Hintergrund, Schlagschatten, mangelhafte Ausleuchtung des Portraitierten – die Liste der Foto-Sünden ist lang. Nach wie vor werden PR-Verantwortliche alle Argumente für Profiaufnahmen in die Waagschale werfen müssen.
|
K O M M E N T A R E
Übrigens: Auch jdk.de hat jetzt ein ...
Lieben Dank nach Wiesbaden...
das ReadSoft-Team
Unglaublich! Und das als PR-Fachmann. Mitlerweile ...
Wie versprochen, hier die Stellungnahme von Herrn ...
Na ja, in der E-Mail - die er von meiner Frau ...